Kurswechsel in Ostfildern

In den letzten 20 Jahren ist Ostfildern um 10.000 Einwohner gewachsen. Nun sollen weitere dazukommen.

Die Infrastruktur hat sich in der gleichen Zeit verschlechtert. Seit etwa 15 Jahren können wir uns nun durch stetig steigenden Stau zwängen. Und das nur weil weitere Neubaugebiete unzureichend in die Straßenführung eingefügt werden. Weitere Einwohnerzahlen würden noch mehr Verkehr verursachen.

Die Infrastruktur muss mit der Stadt wachsen.

Denn mit zunehmender Bevölkerung wächst auch die Zahl der Probleme, mit denen wir zu kämpfen haben: fehlende Betreuungsplätze, überfüllte Schulen und Straßen, ein Mangel an bezahlbarem Wohnraum, logistische Engpässe sowie Luft- und Umweltverschmutzung beschreiben nur einen Teil der aktuellen und kommenden Herausforderungen.

Der Kostendruck steigt weiter und zu geringe Investitionen in die Infrastruktur sorgen für einen immer größer werdenden Investitionsstau. Die unzureichende Planung bei den Schulsanierungen, kritischen Baugebieten (Ob der Halde und Parksiedlung) sowie der Neubauprojekte belasteten die zukünftige Finanzplanung extrem.

Zu viele Bauprojekte und Baukostensteigerungen setzen die Stadtverwaltung unter Druck. Die neu erschlossenen Baugebiete müssen zukünftig intakt gehalten werden. Kanalisation, Ampeln, Straßen und vieles mehr. Doch wir haben jetzt schon keine Luft für unerwartete Kosten oder sinkende Einnahmen.

Das alles passiert in einer Zeit, in der wir die Kosten für Bürger*innen und Unternehmen senken müssen.

Bürger in Ostfildern zahlen die höchsten Betreuungskosten für ihre Kinder und Unternehmer den höchsten Gewerbesteuerhebesatz im Kreis.

Dennoch warten hunderte Eltern auf einen Betreuungsplatz für ihre Kinder und unsere Wirtschaft ist immer mehr unter Druck. Einige Unternehmen kämpfen um den Verbleib im Markt. Hinzu kommt ein harter internationaler Wettbewerb der dem gesamten Umfeld in Baden-Württemberg zu schaffen macht.

Betreuungskosten und Hebesatz der Gewerbesteuer langfristig reduzieren.

Kostenreduzierung für Bürger und Unternehmen bedeutet im ersten Schritt Einbußen für den städtischen Haushalt. Die Einbußen kommen jedoch auch, wenn wir die Kosten nicht senken. Das ist garantiert.
Hier hilft nur eine intelligente und nachhaltige Stadtentwicklung. Durchgängige Mobilitätskonzepte, Verwaltungsvorgänge digitalisieren und eigene Energienetze ausbauen. Dabei spielt die Lebensqualität eine übergeordnete Rolle. Wohnblöcke mit Hochhaus-Charakter oder Punkthäuser sind zu vermeiden. Denn jedes dieser Häuser bedeutet erhöhter Schattenwurf, Abbremsung der Luftbewegung und gestörte Sichtachsen. Gesunder Wachstum muss mit Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser abgedeckt werden, die in das Stadtbild passen.

Wir brauchen eine transparente Politik und Stadtverwaltung die Lösungen schafft!

Die Infrastruktur, Kinderbetreuung und Schulen leiden an einer mangelnden Entwicklung. Sicherheit und Kriminalitätsbekämpfung gehören hier ebenso dazu, wie das zunutze machen des Wissens- und Erfahrungsschatz der Bevölkerung.

Wer seine Heimat liebt, macht sie besser.

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