Betreuung und Bildung in Ostfildern.

In der Gemeinderatsitzung vom 11.12.2019 war die Bürgerfragestunde in Ostfildern sehr gut besucht. Ein voller Raum mit ca. 80-100 Bürgern zeigte das vorhandene Problem auf.

In Ostfildern gib es eine Warteliste auf der mehr als 400 Kinder stehen, die auf ihre Betreuungsplätze warten. Denn die Verwaltung findet keine Betreuer und auch keine weiteren Räumlichkeiten. Das Problem liegt jedoch wo ganz anders. Die Verwaltung hat eine Verantwortung seiner Bürger gegenüber und sollte endlich Lösungsorientiert arbeiten.

Es wäre Zeit das die Lösungssuche im Thema Betreuung und auch Bildung zur Chefsache gemacht wird und andere Dinge zurückgestellt werden.

Natürlich gibt es Lösungen!

  1. Der hohe Andrang an Betreuungsplätze wird noch länger vorhanden sein. Es ist Zeit für weitere städtische Einrichtungen. Leere Gebäude gibt es in Ostfildern genug.

  2. Fachpersonal gut bezahlen und alternativen bei der Wohnungssuche erstellen. Denn bezahlbares Wohnen gibt es in Ostfildern nicht, daher können wir den Betreuern noch so viel mehr bezahlen. Es macht einfach keinen Sinn für Arbeitssuchende, hierher zu ziehen. Private Arbeitgeber Mieten selbst schon Wohnungen und Häuser für Ihre angestellten. Warum bekommt die Stadt das nicht hin?

  3. Die Verwaltung will den Qualitätsansprüchen bei der Kinderbetreuung wolle nicht abrücken und nur studierte Betreuer einstellen. Das Gesetz ist hier eindeutig. Es dürfen an gewissen Stellen auch Fachfremde in dem Kitas helfen. Und außerdem hat es nichts mit der Qualität zu tun, wenn man nur Studierte einstellen möchte.

Auch beim Thema Bildung in Ostfildern entlud sich der Frust an der Gemeinderatssitzung. Die Schulen in Ostfildern sind randvoll. In der EKS (Gemeinschaftsschule) in Ostfildern-Nellingen fehlen etliche Räume, um den Bildungsplan gerecht zu werden.

Es macht auch den Anschein, die Stadtverwaltung tut etwas. Der Eindruck ist jedoch falsch. Aktuell wurden Container aufgebaut, deren Qualität wirklich hoch ist. Diese Container wurden 2018 noch als „nicht möglich“ dargestellt. Die Elternvertreter hatten den Vorschlag, dort Container aufzustellen schon Ende 2018 gemacht. Die Verwaltung lehnte dies kategorisch ab, da dort die Baustraße entlanglaufen soll und es unmöglich umsetzbar ist. Ein Jahr später, als der Schulbetrieb fast unausführbar wurde, wurden die Container nun doch aufgestellt. Die Stadtverwaltung schließt nur Löcher, und sucht nicht wirklich langfristige Lösungen. Diese wären anfangs vermutlich teuer, langfristig, aber die günstigere Variante.

In der Gemeinderatssitzung meinte ein Bürger: Die Probleme sind nicht plötzlich vom Himmel gefallen! Das Thema der fehlenden Betreuungsplätze und dem fehlenden Platz in den Schulen zieht sich seit zehn Jahren durch die Stadtpolitik in Ostfildern.

Die Stadtverwaltung braucht nun ein Kurswechsel:
Wir wünschen uns für 2020 eine transparente Politik und Stadtverwaltung die zeitnahe Lösung schafft!

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